31. Mai 2013

New York lässt HIV-Patienten aufsuchen, die Behandlung abgebrochen haben

Ob man zum Arzt geht oder nicht, das hat man selbst in der Hand. Eine Pflicht für Arztbesuche gibt es schließlich nicht.

Doch bei HIV-Patienten ist die Behandlung besonders wichtig, denn dadurch kann auch die Gefahr sinken, dass sie andere anstecken. In New York haben Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden deshalb versucht, alle Patienten wiederzufinden, die nach der Diagnose nicht mehr zu den Folgeuntersuchungen gekommen sind. Das Programm war erfolgreich: Von rund 800 Patienten konnten fast 700 wiedergefunden werden. Bei einem Drittel zeigte sich, dass sie doch noch in Behandlung waren, das aber aus verschiedenen Gründen nicht registriert worden war. Diejenigen, die die Behandlung abgebrochen hatten, konnten meist überzeugt werden weiterzumachen.

Als Gründe für den Abbruch nannten die Betroffenen unter anderem Misstrauen gegenüber dem Gesundheitssystem, Nebenwirkungen der Medikamente, Depressionen, fehlende Versicherung oder Verdrängung der Krankheit.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)