31. Mai 2013
Bedeutet neu gleich immer besser?
Zumindest bei Medikamenten sagen Wissenschaftler der Universität Bremen: "nein". Im Auftrag der Techniker Krankenkasse haben sie 23 Medikamente untersucht, die 2010 und 2011 neu auf den Markt gekommen sind.
Ergebnis: Nur zwei davon bieten der Studie zufolge einen Zusatznutzen.
Bei allen anderen sei kein medizinischer Fortschritt feststellbar gewesen. Dafür seien bei drei von vier neuen Medikamenten die Kosten höher gewesen als bei herkömmlichen Medikamenten.
Die Studie zeigt laut den Forschern auch, dass Ärzte mit sogenannten Innovationen regional unterschiedlich umgehen: In Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und im Saarland verordneten Ärzte demnach öfter neue Medikamente als ihre Kollegen in anderen Bundesländern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)