31. Mai 2013

Japan: Trotz Fukushima voraussichtlich keine Erhöhung der Krebsrate

Am 11. März 2011 kamen in Japan durch ein schweres Erdbeben und einen Tsunami beinahe 19.000 Menschen ums Leben.

Anschließend verließen etwa 160.000 Menschen ihre Häuser und Wohnungen wegen des Reaktorunglücks in Fukushima. Forscher des Wissenschaftskomittees der Vereinten Nationen haben jetzt eine Studie zum Krebsrisiko in Japan vorgestellt. Demnach ist trotz Fukushima keine erhöhte Krebsrate zu erwarten. Das liege vor allem an der schnellen Evakuierung des Gebiets rund um das Kraftwerk.

Zwischen Fukushima und der Katastrophe von Tschernobyl 1986 gibt es demnach große Unterschiede. Damals blieben in der Ukraine viele Menschen in der Nähe des Kraftwerks. Deshalb gab es in der Folge viele Fälle von Schilddrüsenkrebs.

Die Angaben der Vereinten Nationen widersprechen einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO vom Februar, in dem von einer höheren Krebsrate in Japan die Rede war. Den Wissenschaftlern der Vereinten Nationen zufolge liegt das daran, dass die WHO-Studie eine kleinere Datengrundlage hatte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)