31. Mai 2013
Wer für den DDR-Geheimdienst gearbeitet hat, ist auch 24 Jahre nach dem Ende der Diktatur noch immer nicht hundertprozentig klar.
Die Jahn-Behörde, die die Stasi-Unterlagen verwaltet, soll jetzt ein neues Gutachten erstellt haben, das nächste Woche an den Bundestagspräsidenten übergeben werden soll.
"Zeit online" berichtet, dass laut dem Gutachten mehr SPD-Abgeordnete als bisher bekannt für die Stasi gearbeitet haben. Aufgeführt werden demnach neun Abgeordnete. Bei weiteren elf seien die Unterlagen "problematisch". Bei ihnen gebe es Hinweise, dass kontinuierlich Informationen geflossen seien. Eine abschließende Einordnung sei aber nicht möglich.
Insgesamt sind laut "Zeit"-Meldung rund 50 Prozent aller Bundestagsabgeordneten der Jahre 1949 bis 1989 in den Stasi-Akten erfasst, die meisten aber nur als Zielperson.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)