3. Juni 2013

Forscher halten Armuts- und Reichtumsbericht der Regierung für geschönt

Will die Regierung leugnen, dass in Deutschland Reiche immer reicher werden und Arme immer ärmer?

Diese Frage wurde im Winter diskutiert. Anlass waren Änderungen im Armuts- und Reichtumsbericht. In einer ersten Fassung hatte darin gestanden, dass Vermögen in Deutschland ungleich verteilt sind. In einer zweiten Fassung aber nicht mehr - angeblich auf Wunsch von Wirtschaftsminister Philipp Rösler. Für die Opposition war klar: Ja, die Regierung hat den Bericht geschönt.

Dieser Vorwurf kommt jetzt auch von Forschern. Die "Saarbrücker Zeitung" schreibt, dass sich das wissenschaftliche Institut der Bundesagentur für Arbeit, IAB, den Bericht noch einmal genauer angeschaut hat. Der deute - in seiner zweiten Fassung - darauf hin, dass die Lohnungleichheit kleiner geworden sei. Das stimme aber nicht. Die niedrigen Löhne seien zwischen 2005 und 2010 um rund sechs Prozent gesunken. Die hohen Gehälter seien dagegen um gut ein Prozent gewachsen.

Heute werden die Forscher als Experten im Bundestag angehört.

--- Hier der Link zum Armuts- und Reichtumsbericht: http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=armut-%20reichtumsbericht&source=web&cd=2&ved=0CDcQFjAB&url=http%3A%2F%2Fwww.bmas.de%2FSharedDocs%2FDownloads%2FDE%2FPDF-Publikationen-DinA4%2Fa334-4-arm uts-reichtumsbericht-2013.pdf%3F__blob%3DpublicationFile&ei=sHyrUaufLaSI4ATGx4HYDg&usg=AFQjCNFqLBZviCtZJfSBDksxqYRj7akNaQ&bvm=bv.47244034,d.bGE&cad=rja

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)