3. Juni 2013
Für den russischen Präsidenten Wladimir Putin ist die Popkultur des Landes ein Mittel zum Machterhalt.
Diese Meinung vertritt der Kulturwissenschaftler Ulrich Schmid von der Universität St. Gallen. In der Zeitschrift "Russland Analysen" schreibt er, die russische Popkultur basiere auf Angst. Fremdes und Neues werde abgelehnt. Daher könne Putin als Held auftreten, der das Land gegen bedrohliche Einflüsse beschützt. Für das Image des starken Führers sei auch Putins Aussehen so wichtig. Sein ernstes Gesicht und seine gestählte Brust gehörten mittlerweile schon zu den symbolischen Staatsinsignien Russlands. Deshalb würden "Unterhaltsarbeiten am präsidialen Körper" wie Face-Liftings und Rückenbehandlungen wie Staatsgeheimnisse behandelt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)