3. Juni 2013

Päpstlicher Kulturrats-Leiter kritisiert moderne Kirchenarchitektur

Beim Kirchenbau ist was schief gelaufen, wenn der Pfarrer seine eigenen Heiligenfiguren zur Messe mitbringen muss, weil es in der Kirche keine gibt.

Das erzählt der italienische Kardinal und Chef des päpstlichen Kulturrats Gianfranco Ravasi auf der Biennale in Venedig. So zitiert ihn der britische "Telegraph". Der Austausch zwischen Architekten und den christlichen Gemeinden sei oft schlecht. Als Beispiel nennt er das italienische Merate, in dem der Pfarrer selbst eine Statue der Jungfrau Maria anschleppen musste, da der Bauer des Gotteshauses keine vorgesehen hatte.

Ravasi sagt: Das Problem sei, dass im Katholizismus - anders als bei den Protestanten - Dinge wie der Altar und die Bilder essenziell seien. Architekten legten aber mehr Wert auf Raum, Linien, Licht und Schall.

Der Vatikan hat zum ersten Mal seinen eigenen Pavillon auf der Biennale in Venedig.

http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/vaticancityandholysee/10094337/Modern-Catholic-churches-resemble-museums-says-Vatican.html

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)