3. Juni 2013
Eigentlich war das Geld für die Opfer von Erdbeben und Tsunami 2011 in Japan gedacht.
Das Geld hat sie aber nur zum Teil erreicht. Stattdessen wurden damit zum Beispiel Schildkröten an Stränden gezählt. Die japanische Regierung gab zu, dass zwei Drittel der Mittel in völlig andere Projekte floss, darunter auch Wein- und Käseverkostungen zu Marketingzwecken, Internetsicherheits-Broschüren und ein Restaurantführer.
Die Tageszeitung "Asahi Shimbun" hatte die Behörden im ganzen Land befragt, wofür die 2011 bereitgestellten umgerechnet 1,5 Milliarden Euro letztlich ausgegeben wurden. Ursprünglich sollte das Geld Katastrophenopfern zu neuen Arbeitsplätzen verhelfen. Über die Hälfte floss den Angaben zufolge aber in Regionen außerhalb des Katastrophengebietes. Und fast alle der dort geschaffenen Jobs wurden an Bewohner der verschonten Regionen vergeben. Regierungssprecher Yoshihide Suga räumte den fragwürdigen Verbleib des Geldes zwar ein, machte dafür aber die Vorgängerregierung verantwortlich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)