3. Juni 2013
Das erste Mal hat für Prärie-Wühlmäuse eine nachhaltige Wirkung - sie bleiben ihrem ersten Partner das ganze Leben lang treu.
US-Forscher haben jetzt herausgefunden, woran das liegt, und berichten darüber im Fachblatt "Nature Neuroscience". Demnach verändert sich nach dem ersten Sexualkontakt das Erbgut der Wühlmäuse. Allerdings ändern sich nicht die Gene selbst, sondern bestimmte Anlagerungen an der DNA - es ist also eine epigenetische Veränderung. Wenn diese Anlagerungen sich von der DNA lösen, führt das dazu, das bestimmte Hormone eine stärkere Wirkung haben. Und dadurch blieben die Tiere ihrem ersten Sexualpartner dauerhaft treu.
Die Wissenschaftler konnten diese Treue im Experiment sogar künstlich mit einer bestimmten Chemikalie hervorrufen, die sie den Mäusen verabreichten. Dann war für eine enge Bindung der Tiere gar keine Paarung nötig.
Beim Menschen spielen für die Partnerschaft ganz ähnliche Hormone eine wichtige Rolle wie bei den Wühlmäusen. Ob es allerdings auch bei der Partnerwahl des Menschen dauerhafte epigenetische Veränderungen gibt, muss erst noch geklärt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)