4. Juni 2013
Wir blicken 33 Jahre zurück: der 4. Juni 1980 war der Untergang der "Republik Freies Wendland" in Gorleben.
Die kleine Republik war nur etwa einen Monat vorher errichtet worden und bestand aus einem gerodeten Waldstück rund um ein Bohrloch. Etwa 300 Atomkraftgegner hatten die Fläche nach einer Demo besetzt. Sie protestierten dagegen, dass der Salzstock unter ihnen für ein mögliches Atommülllager erkundet wurde.
Die "Republik Freies Wendland" hatte etwa 300 ständige Bewohner, die in Hütten lebten. Daneben gab es auch eine Sauna, ein Meditationshaus, Gärten, Schweineställe und Ponys - zum Reiten für die Touristen, die am Wochenende zu Besuch kamen. Und einen eigenen Pass für die Bewohner gab es auch.
Die Räumung des Geländes sorgte wegen ihrer Härte für Kritik. Nachdem zuerst niemand freiwillig gehen wollte, kamen Bulldozer und Planierraupen. Journalisten mussten das Gelände vorübergehend verlassen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)