4. Juni 2013

"SZ": Istanbuler Architektin kritisiert Demokratie-Defizit bei der Stadtplanung

"Es ist, als würde man mit jemandem zusammenwohnen und jedes Mal, wenn man nach Hause kommt, ist etwas anders (...) - ohne dass man jemals gefragt wird."

So beschreibt die türkische Architektin Selva Gürdogan in der "Süddeutschen Zeitung", was bei der Stadtplanung in Istanbul gerade schief läuft. Die Bewohner hätten kein Mitspracherecht bei den Bauprojekten. Die türkische Regierung entscheide, wo in Istanbul ein neuer Flughafen oder eine neue Brücke gebaut werde und wie sie aussehe. Der Umbau des Gezi-Parks, der die aktuellen Proteste auslöste, sei nur ein Fall von vielen.

Gürdogan fordert, bei Bauprojekten auf öffentlichem Grund müsse es künftig mehr Demokratie geben - einen wirklich offenen Wettbewerb, bei dem jeder Ideen einreichen könne.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)