4. Juni 2013
Der größte Basar der arabischen Welt ist abgebrannt, Scharfschützen verschanzen sich in der Zitadelle von Aleppo, Raubgrabungen finanzieren die Kämpfe.
Das sind einige Beispiele für Kulturschätze, die der syrische Bürgerkrieg zerstört. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt, in Syrien gebe es allein sieben Weltkulturerbe-Stätten und rund 6.000 weitere historisch bedeutsame Orte - und fast alle seien gefährdet. Wer jeweils für die Schäden verantwortlich ist, sei oft unklar: Syriens Regierung und die Aufständischen gäben sich gegenseitig die Schuld und nutzten die Zerstörungen für Propaganda. Die Zeitung warnt, damit beraube sich Syrien nicht nur seiner kulturellen Identität, sondern auch der Grundlagen für den Tourismus - und der habe vor dem Bürgerkrieg für zwölf Prozent der Staatseinnahmen gesorgt.
Eine Facebook-Gruppe von Archäologen dokumentiert die Zerstörungen mit Bildern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)