4. Juni 2013

Gras auf dem Speiseplan: Vor 3,5 Millionen Jahren stellten unsere Vorfahren ihre Ernährung um

Vor etwa vier Millionen Jahren schmeckte unsere Vorfahren in etwa das, was auch ein Schimpanse heute essen würde: Blätter und Früchte, hin und wieder Fleisch.

Forscher der Universität Utah haben herausgefunden: Das hat sich vor rund dreieinhalb Millionen Jahren geändert. Für ihre Studie kratzten die Wissenschaftler Zahnschmelz von fast 200 fossilen Zähnen verschiedener Vormenschen. Die Speisereste bestimmten sie als Gräser, darunter früher Mais und Zuckerrohr. Die Wissenschaftler folgern, dass die Vor- und Frühmenschen ihre Ernährung recht kurzfristig umstellten. Gleichzeitig lebten sie immer weniger in Wäldern und mehr in der offenen Steppe.

Das Forscherteam gibt an, der neue Speiseplan könne ein wichtiger Schritt in der Aufspaltung unser Vorfahren in mehrere Abstammungslinien gewesen sein. Er könne auch erklären, warum Menschenähnliche und Affen in dieser Zeit so friedlich nebeneinander leben konnten - es gab eben weniger Streit ums Essen.

Die Erkenntnisse wurden als vier Studien im Fachblatt "PNAS" veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)