5. Juni 2013
Angela Merkel in Regenjacke und mit bedrückter Miene - die Bilder der Bundeskanzlerin in den Hochwassergebieten sind heute in fast jeder Zeitung zu sehen.
Der Politikberater Michael Spreng findet: Sie hat alles richtig gemacht. Im Interview mit dem "Deutschlandfunk" sagte er, eine Regierungschefin müsse in die Hochwassergebiete. Die Menschen erwarteten, dass sie Anteil nehme. Dass dabei auch Fotos entstehen, die sich im Wahlkampf positiv auswirken könnten, sei ein schöner Nebeneffekt. Naturkatastrophen seien eben die Stunde der Regierung. Bundeskanzler Gerhard Schröder habe das Oder-Hochwasser 2002 das Kanzleramt gerettet und auch Barack Obama habe vom Hurrikan an der Ostküste wenige Monate vor der Wahl profitiert. Weil die Opposition ja nichts bewirken, also keine finanziellen Hilfen freigeben könne, habe sie dem wenig entgegenzusetzen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)