6. Juni 2013
Seit Tagen demonstieren Menschen in Istanbuln unter anderem dagegen, dass auf dem Taksim-Platz Grünflächen verschwinden und stattdessen Einkaufszentren entstehen sollen.
Dass die Regierung überhaupt so etwas geplant hat, war ein großer Fehler. Das meint der türkische Autor und Literatur-Nobelpreisträger Orhan Pamuk. In einem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung" erklärt er, wie wichtig den Menschen Erinnerungen seien. Der Taksim-Platz habe eine große Geschichte. Dort seien viele Feste gefeiert und politische Kundgebungen abgehalten worden. Pamuk schreibt, die Pläne der Regierung zeigten, wie autoritär sie sei und wie wenig sie die Bürger in ihre Entscheidungen mit einbeziehe. Dass die jetzt anfingen zu kämpfen, erfülle ihn mit Hoffnung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)