6. Juni 2013

Jungennamen klingen größer als Mädchennamen

"Thomas" klingt männlicher als "Emily".

Und Tom ist kein Einzelfall. Einer Studie im Fachjournal "PLOS ONE" zufolge klingen männliche Vornamen im Englischen im Durchschnitt "größer" als weibliche. Gemeint sind damit Vokale wie das O, das zum Beispiel tiefer klingt als das I, und deshalb mit größeren Menschen assoziiert wird. Das höhere I deutet demnach auf einen zierlicheren Körper hin.

Die Sprachforscher interpretieren ihre Daten so: Eltern wählen für ihre Söhne lieber solche Namen, die mit klassisch männlich belegten Qualitäten verbunden werden. Dadurch könnte sich für die ein größerer Erfolg beim anderen Geschlecht ergeben, und somit ein evolutionärer Vorteil für die Familien-Gene. In Zukunft wollen die Wissenschaftler prüfen, ob es auch in anderen Sprachen ähnliche Korrelationen gibt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)