6. Juni 2013

OECD: Lebensmittelpreise steigen in den nächsten Jahren weiter

Bei Lebensmitteln wird die Nachfrage weltweit weiter steigen.

Die Versorgung kann aber voraussichtlich Schritt halten. Das ist eine der guten Nachrichten aus einer neuen Prognose der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Welternährungsorganisation (FAO). Es gibt aber auch schlechte Aussichten: Die Lebensmittelpreise werden in den kommenden Jahren vermutlich weiter steigen. Dazu trage auch der Anbau für Biotreibstoffe bei. Den Autoren zufolge könnte eine großflächige Dürre wie 2012 unter bestimmten Umständen die Weltpreise um 15 bis 40 Prozent erhöhen.

Ein Schwerpunkt der Studie ist China. Dort leben 1,3 Milliarden Menschen - ein Fünftel der Weltbevölkerung. Das asiatische Land habe einen schnell expandierenden Agrarsektor. Bei vielen Anbaupflanzen werde sich China vermutlich weiter selbst versorgen können. Allerdings werde sich die Produktion verlangsamen. Die Welternährungsorganisation lobt einen starken Rückgang der Mangelernährung in China seit 1990, geht allerdings weiter von rund 158 Millionen unterernährten Chinesen aus.

FAO: www.fao.org OECD: www.oecd.org

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)