6. Juni 2013
Eigentlich hätte es versteigert werden sollen: ein historisches Koran-Manuskript aus Ägypten.
Napoleons Truppen hatten es 1798 aus der Al-Azhar-Moschee in Kairo geraubt und nach Paris gebracht. Die Versteigerung schürte Protest: Die Moschee ist für viele Ägypter Teil ihrer nationalen Identität. Auch die zweitälteste islamische Universität der Welt gehört zu der Moschee und die Theologen dort zählen zu den wichtigsten Autoritäten des sunnitischen Islams weltweit.
Nachdem auch der ägyptische Botschafter in Frankreich intervenierte, wurde die Versteigerung der Koranschrift abgesagt. Die Ägyptische Botschaft bedankte sich bei dem Auktionshaus für die Entscheidung. Was jetzt mit dem Manuskript passiert, ist unklar, es ist im Privatbesitz eines Sammlers.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)