7. Juni 2013

Kampf gegen Aids: Einstiger Vorzeigestaat Uganda meldet steigende Infektionszahlen

Es ist der Fluch des Erfolgs.

Seit wirksamere Medikamente gegen Aids auf dem Markt sind, infizieren sich in Uganda in Zentralafrika wieder deutlich mehr Menschen mit HIV. In den 90er Jahren hatte fast jeder fünfte Ugander das Virus in sich getragen. Viele starben, weil es keine Medikamente gab. Durch intensive Aufklärung war im Jahr 2000 nur noch jeder zwanzigste Mensch in Uganda mit HIV infiziert, doch seitdem steigen die Zahlen wieder. Nach Angaben der staatlichen "Uganda Aids Commission" sind zurzeit 1,4 Millionen Menschen in Uganda infiziert, das ist jeder 14. Bürger. Viele Ugander glaubten inzwischen, Aids sei heilbar, so die Kommission. Deshalb seien die Menschen wieder zu dem Lebensstil zurückgekehrt, den sie vor dem Auftreten des Virus gehabt hätten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)