7. Juni 2013

Tsunami-Warnung durch Erdbebengeräusche

Hinhören kann Leben retten.

US-Forscher haben ermittelt, wie sie aus den Geräuschen eines Erdbebens Rückschlüsse auf mögliche Tsunamis ziehen können. Mithilfe eines Computermodells fanden sie einen engen Zusammenhang zwischen der Länge der Schallwellen und der Höhe der Tsunamiwelle. Weil der Schall unter Wasser etwa zehn Mal schneller ist als die Welle an der Wasseroberfläche, könnten die Erkenntnisse dienen, um mithilfe von Unterwasser-Mikrofonen ein Tsunami-Frühwarnsystem aufzubauen. So erreichte etwa beim schweren Erdbeben in Japan vor zwei Jahren der Schall die Küste etwa 15 bis 20 Minuten früher als der Tsunami.

Zuvor seien allerdings noch weitere Messungen nötig. Zum Beispiel müsse untersucht werden, wie sich die verschiedenen Erdformationen in den gefährlichsten Erdbebengebieten auswirkten.

Die Studie ist nachzulesen in der aktuellen Ausgabe des "Bulletin of the Seismological Society of America".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)