7. Juni 2013

Alleinernährer reicht nicht mehr für mittleren Lebensstandard

Die klassische Geschlechteraufteilung - der Mann arbeitet, die Frau kümmert sich um den Haushalt - entwickelt sich immer mehr zum Auslaufmodell.

Offenbar nicht nur, weil die Frauen auch berufstätig sein wollen, sondern auch weil ein Einkommen allein meist nicht mehr reicht, damit eine dreiköpfige Familie über die Armutsgrenze kommt. Das haben Sozialwissenschaftler der Uni Bremen im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung herausgefunden.

Sie schreiben, dass in den 60er und 70er Jahren der Verdienst eines Facharbeiters in einer Fabrik ausreichte, um eine dreiköpfige Familie zu ernähren. Heute hat der Studie zufolge nur noch ein Viertel der Menschen ein Einkommen, dass eine Familie gut ernähren kann. Die Forscher führen das auf sinkende Reallöhne und wachsende Einkommensungleichheiten zurück.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)