10. Juni 2013

Hochwasser könnte laut Studie seltener werden - andere Forscher skeptisch

Gerade im Moment will man dieser Studie gerne glauben, aber es fällt sehr schwer.

Japanischen Forschern zufolge könnte es in Zukunft in Nord- und Osteuropa weniger Hochwasser geben. Die Wissenschaftler der Uni Tokio schreiben im Fachmagazin "Nature Climate Change", dagegen könnte es in Südostasien, Indien, Ostafrika und den nördlichen Anden in Südamerika künftig mehr Überschwemmungen geben. Der Studie liegen elf globale Klimamodelle zugrunde.

Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung äußerte sich jedoch skeptisch zu den Ergebnissen. Temperaturen und mittlere Niederschläge sind ihm zufolge mittlerweile recht gut prognostizierbar. Aber regionale Veränderungen bei Extremniederschlägen seien mit globalen Klimamodellen sehr schwer vorherzusagen.

Die japanischen Forscher erachteten Ergebnisse als signifikant, wenn 7 der 11 Modelle das selbe Vorzeichen zeigten - also eine Zu- oder Abnahme des Risikos. Laut Rahmstorf heißt das, dass vier Modelle aber auch zur genau gegenteiligen Aussage gekommen sein könnten - vielleicht gerade die vier besten Modelle.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)