10. Juni 2013
Als die Proteste in der Türkei begannen, berichtete das Fernsehen nicht darüber, sondern sendete Tierfilme.
Deswegen machen die Demonstranten jetzt ihre eigenen Medien. Die Besetzer des Gezi-Parks senden in unregelmäßigen Abständen Radio- und Fernsehberichte. Außerdem geben sie eine eigene Zeitung heraus: Die erste Nummer der "Gezi-Post" soll gestern in einer Auflage von 5.000 Exemplaren gedruckt worden sein. Und natürlich wird viel gebloggt.
Im Park gibt es inzwischen auch eine Bibliothek, bei der jeder kostenlos Bücher ausleihen kann. Mehrere große Verlagshäuser sollen Bücher dafür gespendet haben. Auch Künstler sind bei den Protesten sehr aktiv. Bei "Youtube" gibt es zum Beispiel eine spontane Performance zu sehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)