10. Juni 2013
Mehrere Sprachen zu sprechen, ist nicht erst in unserer Zeit selbstverständlich.
So lautet die These des Linguistik-Professors Nick Evans von der National University in Australien. Seiner Meinung nach ist es denkbar, dass Mehrsprachigkeit nicht erst durch Kolonialisierung und Globalisierung entstanden ist, sondern sogar die ursprüngliche Form menschlicher Kommunikation ist. Unsere Vorfahren hätten meist in kleinen Gemeinschaften von einigen hundert Menschen gelebt und dann oft in anderssprachige Gruppen geheiratet. So hätten sich verschiedene Sprachen schon immer gemischt.
Evans ist einer der Hauptredner auf dem internationalen Symposium für Bilinguismus (ISB9), das heute in Singapur beginnt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)