10. Juni 2013

Bildungsforscherin Allmendinger kritisiert Lernen im Schnelldurchgang

Zwölf Jahre Schule, drei Jahre Uni - das war's.

In den letzten Jahren sind die Ausbildungszeiten verkürzt worden - zum Ärger mancher Bildungsforscher. Die Soziologin Jutta Allmendinger ist Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin und sie findet die Entwicklung völlig falsch. Auf einer Konferenz (Tonbacher Gespräche) in Baiersbronn sagte sie, durch Turbo-Abi und die Eile an den Unis seien wichtige Tugenden bedroht, wie Lebenserfahrung, Persönlichkeitsbildung und ein weiter Horizont.

Außerdem forderte sie einen eigenen Ministerposten für Integration. Wer die demografischen Probleme in Deutschland über Zuwanderung lösen wolle, der müsse viel tun im Bereich interkulturelle Bildung, vor allem in den Schulen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)