10. Juni 2013
Deutsche Fernsehsender sollten sich ein bisschen mehr Gedanken darüber machen, was für Filme und Serien sie senden.
Das meint die Medienforscherin Marion Esch. Im Wissenschaftsmagazin der Max-Planck-Gesellschaft erklärt sie, wie sehr die deutschen Sender den US-amerikanischen hinterherhinken - vor allem, was technische und naturwissenschaftliche Inhalte angeht. Es habe sich gezeigt, dass solche Themen in Serien gut beim Publikum ankommen und auch dazu führen können, dass mehr Frauen technische oder naturwissenschaftliche Karrieren einschlagen. Schließlich seien Serien-Figuren oft Vorbilder. Esch meint, besonders die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland hielten von Technik und Naturwissenschaft in fiktionalen Inhalten nicht viel. Statt den Bildungsauftrag weitläufiger zu fassen, seien sie der Meinung, solche Themen seien zu schwerfällig. Ein fataler Fehler, meint die Medienforscherin. Die US-Serien wie "Dr. House" oder "The Big Bang Theorie" zeigten, dass man auch mit wissenschaftlichen Inhalten unterhaltsames Fernsehen machen kann.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)