10. Juni 2013

DAX-Chefs sprechen Kauderwelsch statt Klartext

Die meisten DAX-Chefs sprechen eher Kauderwelsch als Klartext.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung, die das "Handelsblatt" und die Universität Hohenheim gemacht haben. Für die Studie wurden Rede-Manuskripte für die Hauptversammlungen in diesem Jahr ausgewertet. Dann wurde geschaut, ob die Texte eher Radio-Nachrichten ähneln oder kompliziert und mit Fachbegriffen gespickt sind wie Doktorarbeiten. Das Ergebnis: Die meisten Reden enthielten nicht erklärte Fachbegriffe und Bandwurmsätze. Den längsten Satz schaffte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse, Reto Francioni: ganze 52 Wörter brachte er darin unter. Am besten zu verstehen war der Studie zufolge der Chef von BASF, Kurt Bock.

Die Autoren der Studie meinen, DAX-Chefs dächten bei den Hauptversammlungen vor allem an Analysten und Wirtschaftsjournalisten. Dass sie aber auch die breite Öffentlichkeit erreichen könnten, vergäßen sie dabei.

Siemens-Chef Peter Löscher brachte immerhin 46 Wörter in diesem Satz unter: "Und es ist nicht nur der Ort, an dem unsere eigenen Städteplaner und Technikexperten an Infrastrukturlösungen von morgen arbeiten, sondern es ist eine Plattform für den Austausch zwischen unseren Experten und kommunalen Entscheidern der Städte und dient damit der Anbahnung von Kontakten, Lösungen und künftigem Geschäft."

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)