10. Juni 2013
Wer hat Ötzi auf den Kopf geschlagen?
Diese Frage konnten Forscher noch nicht klären, aber dass der Gletschermann zu Lebzeiten einen heftigen Schlag abbekommen hat, das ist jetzt sicherer als vorher. Forscher aus Bozen, dem Saarland und Kiel haben eine kleine Gehirnprobe von Ötzi untersucht und konnten nachweisen, dass er einen Bluterguss im Gehirn erlitten hat. Der könnte von einem Sturz oder von einem Schlag auf den Kopf stammen, kurz vor seinem Tod.
Die Gletschermumie wurde 1991 von Bergwanderern gefunden, in den Ötztaler Alpen in Südtirol. Erst mal war gar nicht klar, wie alt die Mumie ist, so dass sie schon fast zur Bestattung freigegeben wurde. Später kam raus: Ötzi soll vor rund 5.250 Jahren gelebt haben, in der Kupfersteinzeit. Das besondere an Ötzi ist, dass er samt seiner Arbeitskleidung direkt aus dem Leben gerissen und nicht durch Bestattung verändert wurde. Für die Wissenschaft ist interessant, dass er im Eis konserviert wurde und nicht getrocknet ist.
Mehr Informationen über Ötzi gibt es hier.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)