10. Juni 2013
Wer jung oder arm ist, interessiert sich wenig für Wahlen.
So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Bertelsmann Stiftung und des Instituts für Demoskopie.
Laut der Studie bleiben immer mehr junge und arme Deutsche zu Hause, wenn gewählt wird. Deshalb entscheiden vor allem Gebildete und Berufstätige darüber, wer an die Regierung kommt.
Je geringer der soziale Status und je größer das Desinteresse im Freundeskreis, um so seltener gehen Menschen wählen.
Gut zwei Drittel aus der oberen Gesellschaftsschicht erklärten, in jedem Fall an der Bundestagswahl teilzunehmen. In der unteren Gesellschaftsschicht waren es nur weniger als ein Drittel.
Hauptgrund für die Wahlmüdigkeit sei Gleichgültigkeit. Außerdem seien die meisten Deutschen heute zufriedener mit der Demokratie und dem politischen System als noch vor zehn Jahren.
Für die Studie wurden gut 1500 Menschen ab 16 Jahren befragt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)