11. Juni 2013

Neue These: Homo sapiens besiedelte Asien vor 50.000 bis 60.000 Jahren

Dass der Homo sapiens zuerst in Afrika zuhause war und später nach Asien übersiedelte - darin sind sich alle einig.

Wann das geschah, ist nicht so klar. Wissenschaftler aus Großbritannien und Portugal behaupten jetzt, es sei 50.000 bis 60.000 Jahre her, dass der moderne Mensch Südasien besiedelt habe. Damit widersprechen sie einer früheren These, laut der das schon mindestens 15.000 Jahre früher geschah. Die Forscher hatten sich damals auf Steinwerkzeuge gestützt, die unter der Asche eines Vulkans gefunden wurden. Der war vor 75.000 Jahren ausgebrochen.

Das britisch-portugiesische Forscherteam hat die Sachlage jetzt neu aufgerollt und wertete genetische und archäologische Funde aus. Das Ergebnis: Bestimmte genetische Merkmale, die alle Menschen auf der Erde trügen, seien erst nach dem Vulkanausbruch, nämlich in Ostafrika entstanden. Wenn es vor 75.000 Jahren schon Frühbesiedler in Asien gegeben habe, dann müssten die wieder ausgestorben sein.

Die Wissenschaftler berichten über ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift "PNAS".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)