11. Juni 2013
"Ich sage meinem Bäcker ja auch nicht erst nach dem Essen, was mir das Brötchen wert gewesen ist."
So kommentiert Kathrin Hartmann vom Journalistenverband Freischreiber in der "taz" das neue Bezahlsystem des IT-Nachrichtenportals golem.de. In Zukunft sollen nicht nur Fachjournalisten für die Seite schreiben, sondern auch Laien. Das Honorar soll laut der "taz" zwischen 100 und 3.000 Euro pro Artikel liegen. Es richtet sich danach, wie bekannt der Autor ist, wie gut die Redaktion das Thema findet und - das stört die Journalistenverbände besonders - nach Klicks.
Hartmann fordert in der Zeitung, dass Autoren für ihre Arbeit nach dem Aufwand bezahlt werden. Auch der Deutsche Journalisten-Verband sieht in dem Modell eine "ernsthafte Gefahr". Es dürfe sich auf keinen Fall durchsetzen. Von golem.de heißt es, man lade zwar einen Teil des Risikos bei den Schreibern ab. Aber jetzt hätten endlich auch die Autoren etwas davon, wenn ihr Text oft abgerufen werde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)