11. Juni 2013

Niedriger Blutdruck könnte zu Hirnschrumpfen führen

Wenn das Gehirn schrumpft, liegt das meistens am Alter und ist ganz normal.

Aber es gibt auch andere Ursachen, zum Beispiel Krankheiten. In den Niederlanden haben Forscher nun herausgefunden, dass auch niedriger Blutdruck ein Faktor für ein schrumpfendes Gehirn sein kann.

Für ihre Studie beobachteten sie einige Jahre lang rund 700 Patienten. Diejenigen mit einem sehr niedrigen diastolischen Wert hatten laut den Forschern im Schnitt knapp ein Prozent weniger Gehirnmasse als Patienten mit einem hohen Wert.

Die Forscher schließen daraus auch, dass es zwar gut ist, einen hohen Blutdruck zu senken - dass man es damit aber nicht übertreiben sollte.

Um den Blutdruck zu messen, werden zwei Werte ermittelt. Der erste Wert gibt den systolischen Druck an - wenn sich das Herz maximal zusammengezogen hat - der zweite Wert den diastolischen Druck - wenn sich das Herz wieder entspannt.

Die Studie ist im Fachmagazin "JAMA Neurology" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)