11. Juni 2013
"In Bethlehem wurde Christus geboren, in Damaskus das Christentum. ... Deshalb müssen die Christen hier bleiben."
Das sagt der armenische Bischof im syrischen Damaskus, Armash Nalbandian, im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Mehrere hunderttausend Christen hätten zwar wegen des Bürgerkriegs in Syrien das Land verlassen - sie würden aber hoffentlich wieder zurückkehren. In Damaskus sei Paulus zum Christen geworden - die Christen seien die Träger dieser Traditionen und die Bewahrer der heiligen Stätten. Die Gläubigen wollten daher nicht auswandern.
Der Bischof sagte der Zeitung, in Damaskus fühle er sich trotz einiger Explosionen sicher. Die Kirche sei im Konflikt neutral. Er setze dennoch sein ganzes Vertrauen in die Regierung Syriens, da sie die Sicherheit der Kirche garantiere. Syrische Christen werden Nalbandian zufolge vor allem entführt, weil sie wohlhabend sind und Lösegeld einbringen.
Im April hatte eine islamistische Gruppe von Regierungsgegnern zwei Bischöfe entführt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)