11. Juni 2013
Einen Roboter mit den Gedanken zu steuern, ist auch nicht viel anders als Fahrradfahren lernen.
In etwa so beschreiben Forscher der University of Washington in Seattle ihre Erkenntnisse im Fachblatt "PNAS". Sie haben sieben Testpersonen Elektroden auf die Oberfläche des Gehirns gepflanzt. Die leiteten Daten über die Hirnaktivität weiter, während die Probanden mit den Gedanken Bälle an einem Computer bewegten.
Die Wissenschaftler interessierte dabei vor allem der Lerneffekt. Die Regionen im Gehirn wurden bei der Computersteuerung ähnlich genutzt, wie beim Lernen von Klavierspielen oder Fahrradfahren - erst denkt man noch viel darüber nach, dann geht es automatisch. Der Studienleiter sagt dazu, das sei nicht selbstverständlich, weil das Gehirn zu der Bewegung keine Rückmeldung über die Sinne bekommt. An der Gehirnaktivität könne man jetzt ablesen, wie gut jemand die Gedankensteuerung schon beherrscht. Das soll bei der Entwicklung solcher Systeme helfen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)