11. Juni 2013

Offenbar verschollene Tagebücher von Hitlers Chef-Ideologen aufgetaucht

Alfred Rosenberg war einer der wichtigsten Berater Adolf Hitlers.

Seine Tagebücher sollen Details über die Ideologie der Nationalsozialisten beinhalten. Nur sind sie seit den Nürnberger Prozessen 1946 verschwunden. Damals wurde Rosenberg zum Tode verurteilt. Es wird vermutet, dass ein US-Ankläger bei den Verhandlungen die Dokumente in die Finger bekam und mitgehen ließ. Sogar das FBI suchte in den USA nach den Tagebüchern - bisher ohne Erfolg. Jetzt berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, die US-Regierung habe 400 Seiten des verschollenen Schriftstücks gefunden. Am US-Holocaust Memorial Museum in Washington hätten Experten schon eine erste Bewertung vorgenommen.

Was genau drinsteht, darüber hüllen sich die Beteiligten weitgehend in Schweigen. Erst im Laufe der Woche soll das bekannt gegeben werden. Es heißt nur, dass die Informationen bisherigen Annahmen zur NS-Zeit widersprächen. In den Tagebüchern soll Rosenberg das Plündern von Kunst im Besitz von Juden und auch Pläne zur Massenvernichtung beschreiben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)