11. Juni 2013

SMS verwässern nicht die Sprache

Immer mehr englische Ausdrücke, Abkürzungen und falsche Grammatik. Kritiker befürchten, dass die Sprache durch moderne Kommunikation verkommt.

Wissenschaftler der Universität Zürich kommen zu einem anderen Ergebnis. Sie werteten die Sprache von 26.000 SMS aus der deutsch- und französischsprachigen Schweiz aus.

Das Resultat: Die Schweizer nutzen in ihren SMS offenbar nur wenig englische Ausdrücke. Nur gut drei Prozent der Wörter in deutschen SMS und zwei einhalb Prozent in französischen Kurznachrichten waren englisch. Die SMS-Schreiber hielten sich außerdem an die Rechtschreibung und kürzten nicht, nur um Zeichen zu sparen.

Häufig wechselten die Schweizer dagegen in eine andere Landessprache oder zwischen Dialekt und normaler Sprache.

Die Schweizer Studie ist Teil des internationalen Forschungsprojekts sms4science, das die Kommunikation per SMS erforscht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)