12. Juni 2013

Glasklar: Das ist "Vorratsdatenspeicherung"

"Internet-Überwachung" ist unser heutiges Tagesthema. In unserer Rubrik "Glasklar" erklären wir passend dazu, was es mit der "Vorratsdatenspeicherung" auf sich hat:

Die Befürworter meinen: Die "Vorratsdatenspeicherung" ist ein Hilfmittel des Staates, mit dem schwere Straftaten verhindert oder zumindest schnell aufgeklärt werden können.

Dafür möchten sie die Telekommunikationsdaten von uns allen sammeln und für einen längeren Zeitraum speichern. Dabei geht es nicht um den Inhalt, sondern zum Beispiel um die Frage: Wann habe ich von wo, wie lange und mit wem telefoniert; wem, wann eine E-Mail geschrieben und ähnliches.

Die Kritiker sagen: Diese Daten reichen aus, um Persönlichkeitsprofile von jeder beliebigen Person zu erstellen. Gleichgültig ob ein Verdacht gegen sie besteht oder nicht.

Die EU hat 2006 eine Richtlinie erlassen, nach der in allen Mitgliedstaaten Daten für sechs Monate gespeichert werden sollen. Das Bundesverfassungsgericht hat das Gesetz dazu in Deutschland 2010 gekippt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)