12. Juni 2013
Zwischen der Ankündigung und der Einstellung vergingen nur knapp sechs Stunden.
Seit Mitternacht ist es auf allen Kanälen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Griechenland still. "ERT" wurde auf Geheiß der Regierung eingestellt.
Damit geht in Griechenland eine Ära zu Ende. Die Geschichte von "ERT" begann vor 75 Jahren mit der Gründung des ersten Athener Radiosenders. Im Laufe der Jahrzehnte kamen zig weitere Radio- und Fernsehprogramme dazu. Gleichzeitig wurde der Apparat aufgebläht. Zwischenzeitlich hatte "ERT" 5.300 Angestellte und galt als Bastion der Vetternwirtschaft in Griechenland.
Die Kosten beliefen sich pro Jahr auf 300 Millionen Euro, und ein Regierungssprecher sprach von Verschwendung. Zum Vergleich: Die ARD braucht pro Jahr 6,3 Milliarden Euro.
Im Herbst soll Griechenlands öffentlich-rechtlicher Rundfunk mit weniger Programmen und Personal wieder auf Sendung gehen. Bis dahin wird den Griechen die Rundfunkgebühr erlassen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)