13. Juni 2013

Studie: Gehirnscans können beste Therapie für Depressive aufzeigen

Depressionen können unterschiedlich behandelt werden: Mit Medikamenten oder einer Verhaltenstherapie.

Was für den einzelnen Patienten besser ist, muss häufig ausprobiert werden. Wie Neurologen in einer Fachzeitschrift (JAMA Psychiatry) berichten, erhalten die meisten depressiven Patienten deshalb ersteinmal die falsche Therapie. Geld und Zeit gingen dabei verloren. Die Wissenschaftler der Universität von Atlanta in den USA haben nun Belege dafür gefunden, dass ein Gehirnscan zeigen kann, welche Therapie für den Patienten die beste ist. Mittels einer Computertomographie durchleuchteten sie die Gehirne mehrerer Patienten. Bei denjenigen, bei denen letztlich Antidepressiva halfen, war eine bestimmte Gehirnregion besonders aktiv. Bei der Gruppe, der eine kognitive Verhaltenstherapie half, verzeichneten die Wissenschaftler in dieser Regionen kaum Aktivität. Das Fachmagazin Nature berichtet ebenfalls über die Entdeckung, kritisiert aber, dass ein CT sehr teuer sei. Wünschenswerter sei ein Bluttest.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)