13. Juni 2013
Ihretwegen errichteten die Chinesen ihre Große Mauer:
Das Nomadenvolk der Xiongnu dominierte die Steppen Zentralasiens zwischen dem 3. Jahrhundert vor und dem 4. Jahrhundert nach Christus. Ihre Fürsten wurden in goldverzierten Särgen bestattet. Doch woher stammte das Gold? Das haben nun Forscher der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin gemeinsam mit französischen Kollegen untersucht. Die Schwierigkeit: Das historisch wertvolle Material durfte nicht zerstört werden. Deshalb setzten die Wissenschaftler die Röntgenfluoreszensanalyse ein. Dabei fanden sie im Gold Spuren von Platin. Das Edelmetall kommt nur dann vor, wenn das Gold aus Flüssen stammt. Die Forscher schließen daraus, dass die Xiongnu ihr Gold selber aus den Flüssen der Mongolei gewannen. Frühere Vermutungen, dass die Chinesen ihnen Gold schenkten, um sie milde zu stimmen, scheinen dadurch unwahrscheinlich.
Die Studie ist im Fachmagazin Analytical Chemistry
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)