13. Juni 2013

Flut an Nachrichtenmeldungen beeinflusst Finanzmärkte

Die Nachrichtenflut ist womöglich Mitschuld an Finanzmarktblasen.

Das haben jetzt Doktoranden der Universität Bonn in einer Reihe von Experimenten beobachtet. Dabei baten sie Testpersonen, sich auf Basis bestimmter Informationen eine Meinung zu bilden. Ergebnis: Je öfter eine Meldung wiederholt wurde, desto stärker ließen sich die Probanden von ihr beeinflussen. Wenn es also eine positive Information war, wurden die Testpersonen überschwenglich, war die Information negativ, wurden sie pessimistisch.

Nach Ansicht der Wissenschaftler zeigt das, dass Menschen Schwierigkeiten haben, aus immer wieder gemeldeten Nachrichten die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Ihre Beobachtung ist nicht ganz neu: Schon der Nobelpreisträger George Akerlof und der Ökonom Robert Shiller vermuten seit langem, dass die Verbreitung und ständige Wiederholung von Informationen ganze Volkswirtschaften in ihrer Wahrnehmung beeinflussen kann.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)