14. Juni 2013
Anderthalb Stunden tauchen ohne Luft zu holen - das schafft kein Mensch.
Und auch kaum ein Wal. Der Pottwal ist der einzige, der es so lange unter Wasser aushält. Biologen der Universität Liverpool haben jetzt herausgefunden, dass ihm das mit Hilfe eines Proteins gelingt.
Die Forscher haben das Protein Myoglobin bei hundert verschiedenen Säugetier-Arten untersucht. Es ist dafür verantwortlich, Sauerstoff im Blut zu binden. Heraus kam, dass das Myoglobin beim Pottwal elektrisch geladen ist und dadurch andere Proteine abstößt. So kann es nicht zu Verklumpungen kommen, die den Sauerstoff-Transport in der Blutbahn behindern. Pottwale können wegen dieser Eigenschaft mehr Sauerstoff in ihre Muskeln transportieren als andere Säuger - und deshalb länger die Luft anhalten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)