14. Juni 2013
Berichte über Hochwasseropfer gibt es viele.
Dass jemand von den Überschwemmungen profitiert, hört man dagegen selten. Fische könnten allerdings Gewinner des Hochwassers sein. Steffen Zahn vom Potsdamer Institut für Binnenfischerei sagte der Deutschen Presse-Agentur, die meisten Fische könnten sich bei Überschwemmungen gut anpassen. Sie wichen starker Strömung aus und schwömmen in Nebenärme der Flüsse.
Zwar sterben laut Zahn nach einem Hochwasser erstmal viele Fische, weil sich das Wasser zu stark mit Nährstoffen angereichert hat. Und das führt zu Sauerstoffmangel. Meistens erholten sich die Bestände aber schnell. Längerfristig gebe es viel Nachwuchs und Nahrung. Außerdem führe Wasseraustausch dazu, dass sich Fische in ganz neuen Gebieten ansiedelten. In der Oder gebe es zum Beispiel erst seit dem Hochwasser 1997 Steinbeißer.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)