14. Juni 2013

Farörer Inseln wollen Genom ihrer gesamten Bevölkerung entschlüsseln

Datenschützer hierzulande würden sicherlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Auf den Faröer Inseln will die Regierung das Erbgut der gesamten Bevölkerung entschlüsseln und dafür eine Gendatenbank anlegen. Das Magazin Popular Scienceberichtet, das Gesundheitsministerium habe schon von der Hälfte der Einwohner DNA-Proben bekommen. So wolle man den genetischen Besonderheiten der Bevölkerung auf die Spur kommen, um Erbkrankheiten besser behandeln zu können.

In dem Inselstaat zwischen Island und Schottland leben nur rund 50.000 Menschen. Die kleine Bevölkerung ist von Nischen-Krankheiten betroffen, die größere und vielfältigere Bevölkerungsgruppen nicht treffen. Zuletzt gab es zum Beispiel mehrere Todesfälle durch einen Stoffwechseldefekt namens CTG.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)