14. Juni 2013

Altersgrenzen für Tabak wirken sich auch bei Älteren aus

Vor sechs Jahren konnten 16-Jährige noch ohne Weiteres Zigaretten kaufen - heute ist das erst ab 18 erlaubt.

Forscher aus den USA haben jetzt herausgefunden, dass eine höhere Altersgrenze auch Auswirkungen auf den Tabakkonsum von Erwachsenen haben könnte: Sie rauchen weniger häufig, wenn es für sie als Jugendliche schwieriger war, an Zigaretten zu kommen.

Dazu befragten sie über 100.000 Menschen zu ihren Rauchgewohnheiten. Diejenigen, die angaben, dass sie wegen Ausweiskontrollen mit 17 keine Zigaretten kaufen konnten, rauchten auch als Erwachsene weniger häufig. Bei Frauen hatten diese Kontrollen der Studie zufolge eine stärkere Wirkung als bei Männern. Die Forscher glauben, dass das daran liegt, dass es jungen Frauen im Schnitt häufiger gelingt, auch ohne Ausweis an Tabak zu kommen.

Die Forscher schätzen, dass der Anteil der Raucher in der Bevölkerung insgesamt um 14 Prozent zurückgehen würde, wenn es stärkere Ausweiskontrollen gäbe.

In den USA liegt die Altersgrenze in den meisten Staaten bei 18 Jahren, in vier Staaten bei 19 und in einem Staat wird sogar darüber diskutiert, die Grenze auf 21 anzuheben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)