17. Juni 2013
In unserem Rückspiegel geht es um das Genfer Protokoll. Die Unterzeichner ächteten damit heute vor 88 Jahren zum ersten Mal den Einsatz von chemischen und biologischen Waffen.
Die Erklärung von 1925 setzte etwas um, das schon lange im Gewohnheitsrecht galt - nämlich, dass man im Krieg nicht mit Gift kämpfen darf. Im Ersten Weltkrieg wurden trotzdem giftige Gase eingesetzt. Die Deutschen verwendeten in einer Schlacht in Flandern zum Beispiel großflächig Senfgas und töteten und verletzten damit tausende Menschen. Auch in späteren Kriegen - wie zum Beispiel im ersten Golfkrieg und wohl auch heute in Syrien - wurden und werden chemische Waffen eingesetzt.
Dem Genfer Protokoll sind inzwischen 137 Staaten beigetreten.
Wichtig ist aber auch ein Übereinkommen über chemische Waffen von 1997. Darin verpflichten sich 188 Staaten unter anderem, ihre chemischen Waffen zu vernichten. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes geht es dabei aber nur schleppend voran. Viele Länder hätten nicht die Möglichkeiten, die Waffen umweltgerecht zu entsorgen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)