17. Juni 2013
Wozu sich Neues ausdenken, wenn die Natur schon das perfekte Vorbild liefert?
Das haben sich wohl Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne gedacht. Sie haben einen Roboter entwickelt, der sich wie eine Katze bewegen soll. Er heißt Cheetah-Cub, also übersetzt "Geparden-Junges". Seine Beine bestehen wie bei den Raubtieren aus drei Abschnitten, Sprungfedern sollen Sehnen widerspiegeln, kleine Motoren die Muskelfasern. Die Forscher berichten in einem Fachmagazin ("International Journal of Robotics Research"), der Roboter sei nicht so beweglich wie eine Katze, aber immerhin der schnellste in seiner Gewichtsklasse und in der Bewegung sehr stabil. Daher könne er sich für die Suche und Rettung in Katastrophensituationen eignen - dazu muss er aber noch weiterentwickelt werden.
Gegen einen echten Geparden hat der Cheetah-Cub aber keine Chance. Er schafft gerade mal fünf Kilometer pro Stunde, das reale Vorbild dagegen über 100. Noch ein Unterschied: Der Roboter hat keinen Kopf.
Ein Video vom Geparden-Roboter im Vergleich mit einer Katze gibt's hier
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)