17. Juni 2013
Wiesen, auf denen viele verschiedenen Gräser wachsen, sind gute Puffer gegen Hochwasser.
Das ist eins der Ergebnisse der Langzeitexperiments, das Forscher der Friedrich-Schiller-Universität Jena auf mehr als 600 kleinen Feldern betreiben. Wenn viele verschiedene Pflanzen auf einer Wiese wachsen, dann kann der Boden überschüssiges Wasser besser aufnehmen und speichern - das konnten die Forscher nach dem Saale-Hochwasser Anfang Juni genau dokumentieren.
Gemeinsam mit Kollegen aus der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden bewirtschaften die Wissenschaftler seit 2002 in Jena kleine Parzellen, auf denen unterschiedlich zusammengestellte Pflanzen wachsen. Das Gelände gilt als weltweit größte Experimentalfläche zur Biodiversität. Noch eine Erkenntnis: Monokulturen sind deutlich anfälliger für Krankheiten als Flächen mit vielen Arten - außerdem ziehen sie weniger Insekten an.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)