17. Juni 2013
Peking hat einen langen Atem.
Der Streit um den blinden chinesischen Dissidenten Chen Guangcheng dauert jetzt schon ein Jahr. Damals war Chen aus dem Hausarrest in die US-amerikanische Botschaft in Peking geflohen. Er durfte in die USA einreisen. Die diplomatischen Beziehungen zwischen China und den USA verschlechterten sich daraufhin, weil die chinesische Regierung den Dissidenten ausgeliefert haben wollte und die USA dazu nicht bereit waren. Seit Mai ist Chen Student mit Sonderstatus an der New York University. Jetzt wirft er der NYU vor, dem Druck der Kommunistischen Partei in China nachzugeben. Das dortige Regime habe mehr Einfluss auf den Wissenschaftsbetrieb in den USA, als man sich vorstellen könne. Nach seinen Angaben wirft die Universität ihn zum Monatsende raus. Die Uni hat das abgestritten. Das Auslaufen seines Stipendiums habe nichts mit der chinesischen Führung zu tun.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)