17. Juni 2013
Wer schon immer fand, die deutsche Justiz sei viel zu lasch, der ist hier fehl am Platz.
So sieht es Hasso Lieber, Vorsitzender des Bundesverbands ehrenamtlicher Richterinnen und Richter. Es geht ihm um die Auswahl der Schöffen, die bundesweit gerade läuft. Lieber findet, man sollte das Verfahren verbessern und bei jeder Bewerbung ein kurzes Motivationsschreiben verlangen.
Allerdings werden sehr viele Schöffen gebraucht, bundesweit 60.000 für die Amts- und Landgerichte. Dafür kann man sich bei seiner Gemeinde bewerben, es kann allerdings auch passieren, dass man aufgefordert wird, weil es zu wenige Bewerber gibt. Schöffen werden für fünf Jahre eingesetzt, ihre Arbeit wird nicht bezahlt, es gibt aber eine Aufwandsentschädigung.
Den Schöffen haben in der deutschen Rechtsprechung eine relativ große Bedeutung. Ihre Stimme hat das gleiche Gewicht wie die Meinung des Berufsrichters. Der Schöffe soll so etwas sein wie die "Stimme des Volkes" und somit ein Bindeglied zwischen Berufsjuristen und Bevölkerung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)